Bandbreite

 

 

 

Unter der Bandbreite versteht man den Frequenzbereich, den der Amp oder die Box übertragen kann. Die kritischen Punkte sind dabei (mal abgesehen von der Linearität) untere und obere Grenzfrequenz, also tiefe Bässe und seidige Höhen. Eine hohe Bandbreite (mindestens 80 bis 15.000 Hz) ist Grundvoraussetzung eines FRFR-Verstärkers.

Beispiel 1: GFR (guitar flat response)

Der „Camper 112“ kann mit seinem eingeschränkten Frequenzbereich von 100 bis 10.000 Hz keinen Tiefbass und auch keine seidigen Höhen darstellen. Die Frequenzen, die für Gitarristen, die Combos lieben, sowieso nur nerven würden, überträgt der „Camper 112“ also erst gar nicht. Schrille Höhen, die bei FRFR ein Problem darstellen können, bleiben beim „Camper 112“ also gleich außen vor. Der Amp klingt wie ein kleiner Combo. Vorteil: Die Modelings der virtuellen Gitarrenboxen in Kemper, Axe-FX und Co. können aufgrund der gegebenen Linearität der BlueAmps trotzdem genutzt werden. Das größere Stereo-Modell „Camper 212“ hat mehr Bässe, ist in den Höhen aber auch bedämpft – so wie ein richtiger Combo eben.

Beispiel 2: FRFR (full range flat response)

Metal-Gitarristen bevorzugen oft Amps und Boxen mit tiefen Bässen. Hier käme eine BlueAmps „212 FR-A“ bzw. die passive Version „212 FR“ infrage – Tiefgang bis 55 Hz. Es schiebt also untenrum deutlich mehr und sorgt für Hosenbeingeflatter und Grinsen im Gesicht. Höhen bis 15 kHz sind ebenfalls ein Feature. Wer das Hosenbeingeflatter nicht braucht, liegt mit dem „Camper CX“ oder dem BlueAmps „Blue 3“ richtig.

Die Bandbreite und somit das Speaker-Modeling ist bei allen FRFR-Amps in vollem Umfang nutzbar. Der gesamte menschliche Hörbereich ist abgedeckt. Man nennt das dann auch “full range”.